Krisendienste Bayern: Telefonische Beratung für gehörlose Menschen jetzt auch in Deutscher Gebärdensprache
Aktuelles | 21.01.2026
Die Krisendienste Bayern haben ihr Hilfeangebot erweitert: Ab sofort können gehörlose Menschen in psychischen Krisen telefonisch Beratung in Deutscher Gebärdensprache (DGS) oder mit Schriftverdolmetschung in Anspruch nehmen. Damit wird eine zentrale Versorgungslücke geschlossen und ein wichtiger Schritt in Richtung barrierefreier psychosozialer Unterstützung in Bayern umgesetzt.
Die Beratung erfolgt über die bundesweit etablierten Tess Relay-Dienste (TeSign und TeScript), die Gebärdensprach- bzw. Schriftdolmetschung während des Telefonats ermöglichen. Ziel ist es, auch gehörlosen Menschen einen schnellen, verständlichen und vertrauensvollen Zugang zu Krisenhilfe zu eröffnen.
Hier geht’s zum Hilfsangebot auf der Website der Krisendienste
Franz Löffler, Präsident des Bayerischen Bezirketags, bezeichnet das neue Angebot als „wichtigen Meilenstein“ für Inklusion und barrierefreie Versorgung. Auch Petra Brandmaier, ärztliche Leiterin des Krisendienstes Psychiatrie Oberbayern, betont die Bedeutung einer niedrigschwelligen und verständlichen Unterstützung in akuten Krisensituationen.
Die Krisendienste Bayern sind unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 655 3000 rund um die Uhr erreichbar – auch an Wochenenden und Feiertagen. Die Beratung ist in über 120 Sprachen möglich sowie nun auch in Deutscher Gebärdensprache oder per Schriftverdolmetschung. Voraussetzung ist, dass der Anruf aus Bayern erfolgt und gehörlose Anrufende bei den Tess Relay-Diensten registriert sind. Weitere Informationen zum Angebot für gehörlose Menschen und zum Anmeldeverfahren finden sich auf der Website der Krisendienste Bayern.
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